Weltpremieren auf dem 
POLYKUM-Stand zur Fakuma

Sie wurden bisher noch nie öffentlich präsentiert: Die additive Fertigungszelle „SpaceA“ von Yizumi – und das biobasierte, durch Mikroben abbaubare Kunststoffcompound BIO-ELAN QP 55 der Merseburger Exipnos GmbH. Am Stand des Merseburger POLYKUM e.V. auf der Leitmesse für Kunststoffverarbeitung „Fakuma“ in Friedrichshafen verschmelzen beide Entwicklungen zu einer doppelten Weltpremiere. Doch sie sind nicht die einzigen Gründe, die einen Besuch des Standes mit der Nummer FO-38 lohnen. Ein Überblick.

POLYKUM-Messestand auf der Fakuma 2018
© POLYKUM, Peter Putsch

Die additive Fertigungszelle „SpaceA“

Wie Freiform-Bauteile von bis zu einem Meter Größe aus bis zu vier verschiedenen Kunststoffen bis zu 28 Mal schneller „wachsen“ können als mit Standard-3D-Druckern, das ist am Stand FO-38 auf der Fakuma live zu erleben. Die additive Fertigungszelle „SpaceA“, die das POLYKUM-Mitglied Yizumi hier erstmals präsentiert, ist dabei nicht – wie derzeit im 3D-Druck üblich – auf spezielle Kunststoffstränge angewiesen, sondern kann herkömmliche Granulate verarbeiten.  „Formteile, deren Herstellung üblicherweise drei Tage und mehr dauern würde, können wir hier in etwa einer Stunde herstellen.“, verspricht Produktmanager Timo Günzel. Darüber hinaus seien Dank verschiedener Extruder mehrere Materialien kombinierbar und sogar weitere Technologien integrierbar. „Auf der Messe zeigen wir, wie ein Fräser Werkstücke in einem durchgehenden Fertigungsprozess auf höchste Präzision trimmt“, so Günzel

SpaceA in Aktion… (c) Yizumi Deutschland GmbH

Das natürlich abbaubare Compound BIO-ELAN QP 55

Bioabbaubare Kunststoffe kommen bisher meist bei kurzlebigen Anwendungen wie Lebensmittelverpackungen oder Kaffeekapseln zum Einsatz. Die Exipnos GmbH aus Merseburg entwickelte ihr pflanzenbasiertes, biologisch abbaubares Material „BIO-ELAN QP 55“ indes für langlebige Komponenten wie Schreibgeräte, Verkleidungen oder Spielzeuge. Das Material steht konventionellen Kunststoffen im Gebrauchswert in nichts nach und kann sogar in der additiven Fertigung von Bauteilen zum Einsatz kommen, wie die Anwendung in der additiven Fertigungszelle „SpaceA“ am POLYKUM-Messestand beweist. Am Ende seiner Lebensdauer kann das Material von Mikroorganismen und Enzymen zu Kompost verwandelt werden. Materialproben sind bei Exipnos am Stand FO-38 erhältlich.

POLYKUM DigiLab: Materialrezepturen per Fingertip

Eine App, die mit Wunscheigenschaften gefüttert wird und daraufhin Rezepturen serviert, mit denen das gesuchte Material schnell und ohne aufwändige Tests hergestellt werden kann: Diesen Traum vieler Kunststoffverarbeiter lässt ein Projektteam am Fraunhofer Pilotanlagenzentrum (PAZ) in Schkopau Wirklichkeit werden. Unter www.polykum-digilab.de und am Stand des POLYKUM e.V. (FO-38) kann der Service (mit noch eingeschränkter Datenbasis) kostenlos getestet werden. Die Web-App läuft in allen modernen Betriebssystemen – von Android über Windows bis macOS.

BIOPOLYMER – Processing & Moulding 2019

Der internationale Kongress BIOPOLYMER – Processing & Moulding 2019 wirft auch auf der Fakuma seine Schatten voraus. Nach der vom Fachpublikum begeistert aufgenommenen Premiere 2018 soll der Kongress im kommenden Jahr nicht nur seine Fortsetzung finden, sondern viele neue Akzente setzen. Dazu gehört auch der von POLYKUM ausgeschriebene BIOPOLYMER Innovation Award, für den neben dem Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitalisierung auch das Fachmagazin „Plastverarbeiter“ als Partner gewonnen werden konnte. Über den Kongress und den Award können sich Besucher am POLYKUM-Messestand informieren. Zudem werden täglich Tickets und Rabattcodes für den Kongress verlost.